Oldtimer: Freie Fahrt in der Umweltzone

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Oldtimer-Fahrer dürfen weiter Gas geben! Als Oldtimerfahrzeuge sind Wagen mit H-Kennzeichen auch von den strengen Regelungen der Umweltzonen in vielen deutschen Innenstädten ausgenommen. Sie haben auch ohne die Zuteilung einer grünen Plakette in den Zonen freie Fahrt. Beim TÜV gilt aber auch für Oldtimer: Die Fahrzeuge dürfen keine technischen Mängel oder Beanstandungen aufweisen und müssen sicher und verkehrstüchtig sein.

Inzwischen sind zahlreiche robuste Fahrzeuge der 1970er und 1980er Jahre im richtigen Alter, um für diese ein Oldtimerkennzeichen beantragen zu können. Und jedes Jahr kommen neue Traummodelle dazu, zudem bieten viele Versicherungen für die Veteranen günstige Tarife an.

Oldtimer (gemäß § 2 Nr. 22 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung), die ein Kennzeichen nach § 9 Abs. 1 oder § 17 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung führen.

Darüber hinaus gilt für von Amts wegen geadelte Oldtimer der pauschale Steuersatz von 191 Euro im Jahr. Das lohnt sich vor allem für Dieselfahrzeuge und Pkw ohne Katalysator, die mehr als 700 ccm Hubraum haben. Wie der Gesetzgeber im vergangenen Jahr klargestellt hat, darf das H-Kennzeichen auch mit einem Saisonkennzeichen kombiniert werden. Der schon verringerte Steuersatz wird dann entsprechend dem Anmeldezeitraum (zwischen zwei und elf Monaten) nur noch anteilig fällig. Gleiches gilt für die Versicherungsprämie.

Es ist aber niemand gezwungen, seinen Klassiker auf ein H-Kennzeichen umzumelden. Denn mittlerweile erreichen Fahrzeuggenerationen das Alter von 30 Jahren, bei denen es steuerlich günstiger sein kann, sie regulär anzumelden.

Gibt es auch Umweltzonen im Ausland? Ja, viele weitere Länder – wie Österreich und Dänemark – haben ausgewiesene Umweltzonen.

Umweltzonen in Dänemark: In den dänischen Städten Kopenha­gen, Aarhus, Odense und Aalborg gibt es Umweltzonen. Die grüne Umweltplakette – EcoSticker – für die dänischen Umweltzonen gibt es online bei ecosticker.dk. Hinweis: Eine fehlende EcoSticker-Plakette kostet eine Strafe von mindestens 2.500 Euro Bußgeld!

Umweltzonen in Österreich: Seit Januar 2015 benötigen alle Busse und Lkw der Klassen N1, N2 und N3, die durch die österreichischen Umweltzonen fahren, eine Umweltplakette – den Umwelt-Pickerl. In diesem Fall ist die Plakette verpflichtend. Dies gilt ebenso für Pkw-Fahrer, die ihr Fahrzeug auf die Lkw Klasse N1 zugelassen haben.

Umweltzonen gibt es in der Stadt Wien und den umliegenden Bezirken im Bundesland Niederösterreich. Den Umwelt-Pickerl erhalten Sie online auf umwelt-pickerl.at.

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